Keine Angst vor dem Immobilienverkauf - Sinnvolle Optionen für das Geld

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Keine Angst vor dem Immobilienverkauf - Sinnvolle Optionen für das Geld

Während meiner Tätigkeit als Investmentberater spreche ich häufig mit Immobilienbesitzern, die aktuell gerne ihre Immobilie / Immobilien verkaufen würden, in der jetzigen Marktsituation für teilweise wirklich beträchtliche Summen, aber kein Plan haben, was sie mit dem Geld machen sollen.

Genau in dieser Situation befand ich mich vor Kurzem im Gespräch mit einem meiner Mandanten. Deshalb zeige ich in diesem Artikel beispielhaft auf, welchen Herausforderungen man sich stellen muss, wenn man plötzlich ein prall gefülltes Bankkonto hat - und trotzdem nicht weiß, wie es weitergehen soll.

Der Immobilienbesitzer hatte bislang nie weiter über Vermögensanlagen nachgedacht, denn er hatte ja den größten Teil seines Privatvermögens immer in die Immobilie gesteckt. Es machte ihm nahezu Angst, dann auf einem Batzen Geld zu sitzen und doch nicht zu wissen damit etwas anzufangen. Trotz der emotionalen Bindung an den Besitz, hat sich andererseits die Verwaltung und Instandhaltung der Immobilie mit zunehmendem Alter als Belastung erwiesen, die so nicht mehr lange tragbar war. Eine Entscheidung musste bei Zeiten getroffen werden, und er traf auf ein Kapitalmarktumfeld von Nullzinsen, Verwahrendgelten (Strafzinsen) und hoher Inflation.

Hier kann ein erfahrener Berater helfen, der im Umgang mit Menschen genauso versiert ist, wie mit der Entwicklung sehr individueller Lösungen für Privatpersonen und Familien.

Im Vordergrund steht die Frage, wie mein Mandant sich sein persönliches Leben vorstellt, wie er seinen Alltag gestalten möchte und was das Geld für einen Zweck für ihn haben soll.

Natürlich geht es dann auch um sinnvolle Anlageoptionen für den Verkaufserlös. Früher war das Geld- anlegen etwas einfacher. Man kaufte sich eine Anleihe mit einer guten Bonität, hielt diese so lange wie möglich und hatte über die Zinskupons den Ausgleich des Kaufkraftverlustes. Heute ist das anders. Auskömmliche Realrenditen im Zinsbereich gibt es nicht mehr.

Zunächst gilt es aber, die richtige Anlagestruktur zu finden, welche Anlageklassen Berücksichtigung finden sollten, wie die Verwaltung sich gestalten und wie pflegeleicht das ganze Thema gehalten werden soll. Auch die Risikotoleranz spielt natürlich eine Rolle.

Wenn der Wohlfühlfaktor gefunden ist, wird ein Anlagemix gewählt, der das Vermögen und die Kaufkraft langfristig erhalten soll. Zeitgemäß ist eine Investition in produktive Sachwerte wie Aktien, Beteiligungen und Immobilien. Wie kann das aussehen?

„Investmentfonds sind da eine geniale Erfindung und die effizienteste Form standardisierter Geldanlage zur Vermögens­bildung und Vermögensverwaltung‘ (Björn Drescher, Gründer und Chef der Kölner Beratungsfirma Drescher & Cie).

Was ist ein Fonds?

Ein Investmentfonds in Deutschland ist das am meisten unterschätzte Finanzinstrument. Es ist mit sehr hohen Sicherheitsstandards und staatlicher Kontrolle ausgestattet. Den weltweit ersten Investmentfonds hat im Jahre 1774 der Niederländer Abraham van Ketwich unter dem Namen „Eendracht Maakt Magt“ („Eintracht macht stark“) aufgelegt. Die Grundidee war, auch damals schon, den Anlegern mit weniger Geld unter Maßgabe der Risikostreuung die gleichen Chancen zu eröffnen wie den Vermögenden.

Wie funktioniert ein Investmentfonds?

Ein Investmentfonds bündelt die Investmentkapazität einer Vielzahl von Anlegern („Kapitalsammelbecken‘), die die Höhe ihrer Einlage individuell festlegen können. Der sich daraus ergebende Gesamtbetrag („Sondervermögen“) wird von einer Kapital­verwaltungs­gesellschaft (KAG) verwahrt und diese kontrolliert auch den Vermögensverwalter. Die KAG unterliegt der Bankenaufsicht.

Getrennt davon handelt der Vermögensverwalter (Fonds­management), der nach den Grundsätzen der Risikostreuung das Geld nach festgelegten Grundsätzen in unterschiedliche Anlagen investiert (Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Geldmarktpapiere, Immobilien etc.) und im Sinne einer permanenten Risiko-/Rendite-Optimierung verwaltet. An den Fonds hält der Anleger eine bestimmte Anzahl von Anteilen, die sich nach der Höhe seiner Einlage richtet.

Aufnahme oder Rückgabe von Sondervermögensanteilen haben jedoch keinen Einfluss auf den Wert des einzelnen Anteils. Die einzelnen Anteile an einem Investmentfonds, die dem Inhaber ein Miteigentum am Fondsvermögen zusichern und einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung und Anteilsrückgabe zum jeweils gültigen Rücknahmepreis garantieren, werden in der Regel in einem Depot geführt. Die genauen gesetzlichen Vorschriften zu Investmentfonds sind im Investmentgesetz (InvG) zu finden.

Vorteile von Investmentfonds:

Einzigartige Insolvenzsicherheit

Ein Fonds hat den Status eines Sondervermögens, das selbst im theoretischen Fall einer Insolvenz der Kapital­verwaltungs­gesellschaft oder der Depotbank nicht in die Insolvenzmasse eingeht. Das Fondsvermögen bleibt dem Anleger komplett erhalten. Die gesetzliche Einlagensicherung bei den Banken auf Tages-, Festgeld- oder Sparkonten beträgt lediglich 100.000 Euro.

Weitreichender Anlegerschutz

Hoher Anlegerschutz durch strenge staatliche Reglementierung und Kontrolle. Die Verwaltungs- gesellschaft trifft die Anlageentscheidungen, hat aber keinen Zugriff auf das Kapital. Das wird von einer unabhängigen Depotbank verwahrt und diese kontrolliert auch den Verwalter.

Umfassende Transparenz

Die Preise von Fonds werden täglich veröffentlicht, es wird alle & Monate ein Rechenschaftsbericht herausgegeben und bei den meistens Fonds können die monatlichen, bei vielen sogar die täglichen Veränderungen eingesehen werden.

Klare Kostenstruktur

Es gibt einmalige Kosten, wie z. B. den Ausgabeaufschlag (Differenz zwischen Ausgabe- und Rücknah- mepreis) und es gibt laufende Kosten, wie z. B. die Depotbankgebühr und die Verwaltungsvergütung sowie erfolgsabhängige Kosten, wie z. B. die Performance-Fee. In den ausgewiesenen Rendite­entwicklungen sind die laufenden Kosten schon abgezogen.

Breite Risikostreuung

Es dürfen maximal 10 Prozent des Fondsvermögens in Wertpapiere eines einzelnen Emittenten (zum Beispiel eines Unternehmens) angelegt werden. Alle Investitionen von über 5 Prozent dürfen sich insgesamt auf höchstens 40 Prozent des Portfolios eines Fonds summieren. Risikostreuung ist für einen Investmentfonds verpflichtend und meistens sind mindestens 30 und teilweise viele hundert unterschiedliche Einzeltitel enthalten. So kann man schon ab einer Investition von 25 Euro monatlich eine breite Streuung in unterschiedlichste Unternehmen und Märkte weltweit erzielen.

Faire Preisermittlung

Rücknahmepreis und der Ausgabepreis werden börsentäglich ermittelt und veröffentlicht. Der Anteilspreis errechnet sich aus der Summe sämtlicher Vermögenswerte des Sondervermögens, dividiert durch die Anzahl der ausgegebenen Anteile.

Hohe Vergleichbarkeit

Kosten, Gebühren, Kursentwicklung, Anlagestrategie und Risikoprofil werden in einem Anlegerdokument veröffentlicht (KIID). Ranglisten von neutralen Agenturen sind öffentlich einsehbar.

Tägliche Verfügbarkeit

Investmentfonds können in der Regel börsentäglich zum Rücknahme­preis verkauft werden. Sie stellen deshalb eine äußerst liquide Anlageform dar.

Aber aufgepasst: Nur wenige der Fondsmanager und Verwalter sind ihr Geld wert!

Was bedeutet das? Etwa 80 % der Fondsmanager gelingt es nicht, ihren Vergleichsindex zu übertreffen und so einen Mehrwert zu erwirtschaften. Entscheidend ist jedoch vielmehr, ob es mit der Anlagephilosophie langfristig gelingt, überdurchschnittlich viele aktive Fondsmanager zu identifizieren und zu einem sinnvoll diversifizierten Portfolio zusammenzustellen, die ab dem Zeitpunkt der Auswahl und Investition ihrerseits den Vergleichsindex übertreffen.

Über den Autor: Dieter Weber ist Gründer des Berliner Beratungsunternehmens „Der Investmentdoktor e. K. - Investment­beratung seit 1979" (www.Investmentdoktor.de) und betreibt den Online-Fondsshop www.FondsfuerBerlin.de. Er verfügt über 40 Jahre Kapitalmarkterfahrung und unternehmerisches Know-how, er ist sehr gut vernetzt und ist es gewohnt, Klartext zu reden.

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